Montag, 21. Februar 2011
Freitag, 18. Februar 2011
Am Mittwoch organisierte die Sprachschule eine Tour durch den Nationalkongreß. Das Gebäude wurde, wenn ich das richtig gehört habe, von 1896-1906 erbaut. Damals holte man die besten Architekten der Welt (naja, Europa. Das ist das, was als Welt verstanden wurde) und baute mit den besten Materialen dieses Gebäude und andere auch. Die Fliesen kommen z.B. aus Deutschland, Marmor aus Spanien und Italien etc.. Jedenfalls alles, was damals gut und teuer war, wurde mit dem Schiff hergeschafft.
Das ist die Bibliothek des Nationalkongresses und darf nur von Kongreßmitglieder benutzt werden. Sehr schöne Holzvertäfelungen, Intarsien. In den Sesseln kann man bestimmt tagelang gut sitzen, zur Not auch schlafen.
Das ist der Nationalkongreß.
Wie schon beschrieben, wirkt der Kontrast zwischen hohen, neuen Häusern und Hochhäusern auf mich sehr eigentümlich. Aber das ist meine europäische Sehgewohnheit.
Was mir beim Spazierengehen mit als erstes auffiel, waren bewachte Parkflächen wie diese. Sie wirken sehr eingeklemmt zwischen den teilweise recht hohen Wänden und üben einen eigentümlichen Reiz aus durch die Spannseile und den darauf liegenden halbtransparenten Planen, die die Autos vor Sonneneinstrahlung schützen. Das ganze gibt ein interessantes, geometrisches Muster.

Wie schon berichtet, war ich beim Tango-Unterricht. Gestern das drittemal. 2x beim Queer-Tango, gestern in einer großen Tangoschule, wo zur gleichen Zeit verschiedenste Kurse stattfanden. Das ganze startet leider immer sehr spät, gestern um 22.30 Uhr. Der Unterricht war gegen 0.30 Uhr beendet. Während danach das richtige Tangotanzen bis ca. 5 Uhr in der Tanzhalle weiterging, bin ich mit dem Taxi nach Hause (nach 23 Uhr fährt die U-Bahn nicht mehr), um meine REM-Phase nicht zu verpassen.
Hier könnt Ihr mich beim Tango erahnen. Unschärfe ist manchmal besser.
Hier könnt Ihr mich beim Tango erahnen. Unschärfe ist manchmal besser.
Wie Ihr vielleicht mitbekommt, bin ich noch etwas am Ausprobieren, wie ich das hier mit der Beschriftung der Bilder richtig hinbekomme. Die Bilder lade ich hier nämlich direkt von Picasa in das Online-Tagebuch (Blog) hinein
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Das alles ist immer noch Buenos Aires, nicht New York!
Hier mal ein Graffiti in Erinnerung an Michael Jackson. Übrigens dachte ich, daß ich hier beim Taxifahren oder in Cafés sehr viel Tangomusik hören würde. Das ist aber nur zum Teil war. Es gibt auch viel englische Popmusik zu hören.
Natürlich darf der Stern nirgendwo fehlen - und immer möglichst groß.
Das sind politische Parolen als Graffiti. Ich stelle mir gerade die Aufregung in Deutschland vor, wenn eine Partei so etwas machte.
Das alles ist immer noch Buenos Aires, nicht New York!
Hier ein paar Impressionen von Buenso Aires. Es gibt teilweise sehr ausgefeilte Häuserfassaden. Allerdings gibt´s hier keine vorgeschriebene Traufhöhe. Vielleicht gab´s sowas mal vor 100 Jahren. Aber hier stehen alte Häuser neben hohen Häusern. Das ist als ob man die europäische Stadtplanung mit südamerikanischem Häuserchaos kombiniert.
Außerdem wirken viele Häuser auf das deutsche Auge (also meins) teilweise recht vernachlässigt. Ich weiß nicht, ob das am Geld liegt, oder ob es einfach eine andere Mentalität ist. Irgendwie kommt mir das so vor, als ob hier ein Haus gebaut wird und nicht daran weiter gemacht wird, bis es zusammenbricht und ein neues Haus gebaut werden kann.
Von Diesem Obelisken aus werden die Entfernungen gemessen. Die Straßenführung und Quartiersaufteilung ist sehr regelmäßig. Jeder Block ist in Hunderterschritten eingeteilt, was auch ca. 100m entspricht. Wenn ich in der Avenida Corrientes 2072 wohne, bin ich also ca. 2100m vom Obelisken entfernt. Die Avenida (Allee) Corrientes ist dann auch sowas wie der Null-Meridian der Stadt. Die diese Avenida kreuzenden Straßen werden dann auch jeweils in Hunderterschritten eingeteilt. Ich finde das ungemein praktisch, um mich zu orientieren.
Mittwoch, 16. Februar 2011
Dunkle Vergangenheit
Am alten Universitätsgebäude befinden sich u.a. diese Erinnerungstafeln, die an die Zeit der Diktatur und das "Verschwinden" von tausenden Menschen erinnert. 1966 traten Professoren und Studenten für die Freitheit von Forschung und Lehre ein, was die damalige Regierung mit Brutalität und Repression beantwortete. In den ca. 20 Jahren danach "verschwanden" tausende Menschen
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